Freudentränen bei Schlüsselübergabe

Einzug in neues WIS-Objekt „Wohnen an den Gärten“

„Ach ist das schön hier,“ Ingeborg Halka wischt sich gerührt die Tränen aus den Augen. „Ich freue mich so sehr.“ Mit ihrer Tochter Katrin ist sie das erste Mal nach Fertigstellung in ihrer neuen Wohnung in der Robert-Schumann-Straße. Glücklich schaut sie sich in den einzelnen Zimmern um. Wie sie, erhalten rund 50 weitere Mieter derzeit Zugang zu ihren neuen Wohnungen im Ensemble „Wohnen an den Gärten“ der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH. 

„Im Sommer 2019 haben wir euphorisch mit diesem großen Bauvorhaben begonnen“, erinnert sich Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS. „Ebenso erfreut sind wir nun, die neuen Wohnungen nach rund 21 Monaten Bauzeit an unsere Mieter übergeben zu können.“ 58 Wohnungen mit veränderten, an die Bedürfnisse der Bewohner angepassten Grundrissen und neuer Ausstattung sind entstanden. Dafür wurden zwei Wohnhäuser aus Ende der 1980er Jahre komplett saniert. Hinzu kam ein Neubau, in dem ein zentraler Zugang, ein Gemeinschaftsraum für die Mieter sowie eine Tagespflege untergebracht sind. Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich und verfügen über einen Balkon. Video-Gegensprechanlage, Bewegungsmelder in den Wohnfluren, Herdwächter sowie Aufzüge bis in die Keller bieten Komfort und technische Unterstützung im Alter. 

Hinzu kommt die persönliche Hilfe. Durch den zentralen Eingang gelangen die Mieter in ihr neues Wohnensemble. Dabei werden sie von einem Concierge empfangen. „Unsere Hausdamen sind erste Ansprechpartner für die Bewohner“, erzählt Sabine Hanisch, Quartierskoordinatorin beim AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V. Das gibt den Senioren Sicherheit. Insbesondere wenn die eigenen Kinder weit sind, kann die Hausdame eine wichtige Unterstützung im Alltag sein: Päckchen entgegennehmen, Formulare ausfüllen, Termine bei Ärzten oder Friseur vereinbaren etc. Daneben organisieren die Mitarbeiterinnen Spielenachmittage, Ausflüge, kleine Sportkurse und Veranstaltungen für die Bewohner. „Wir warten natürlich alle sehnsüchtig auf die Zeit, zu der wieder alles möglich ist“, gibt Sabine Hanisch zu und spricht damit auch für die Mieter des „gepflegt Wohnen“ – ein ähnliches Wohnprojekt der WIS. 

Für den persönlichen Service ist auch Frank Laube dankbar: „Ich bin froh, dass meine Mutter hier gut umsorgt ist. Die neue Wohnung erhöht deutlich ihre Lebensqualität.“ Nun kann die 89-Jährige wieder alleine vor die Tür und einkaufen gehen. „Wenn mal etwas sein sollte, weiß ich, dass Hilfe vor Ort ist“, so der Angehörige. Von Mecklenburg-Vorpommern in den Spreewald brauche er immerhin drei Stunden. „Ein Umzug in meinem Alter ist kein Spaß“, gibt Renate Laube zu. „Aber wenn ich das hier jetzt alles so sehe, weiß ich, dass es richtig ist, diesen Schritt zu gehen.“ Ihre vorherige Wohnung konnte sie aufgrund der Treppen nicht mehr verlassen. Dank des Aufzugs und der barrierefreien Wohnung ist sie nun wieder mobiler. Und ein Bonus gibt’s für sie obendrauf: Das Fenster in der Küche. „Jetzt kann ich endlich wieder Fisch braten“, lacht sie. „Die meisten der neuen Bewohner haben eingesehen, dass es besser ist, jetzt nochmal umzuziehen, um sich das Alter leichter zu gestalten“, resümiert auch WIS-Vermieterin Manuela Lehmann aus den zahlreichen geführten Gesprächen. 

Anni und Josef Kolbe haben sich auch für ein Zuhause in „Wohnen an den Gärten“ entschie-den. Im neuen Mietergemeinschaftsraum lassen sie sich gerade den Service der AWO erklären. Die beiden Senioren haben zuvor in der Paul-Fahlisch-Straße gewohnt. „Die 3-Raum-Wohnung dort war sehr schön, ist mit Blick auf die Zukunft jedoch zu groß“, verrät die Seniorin den Grund des Umzuges. „Hier gefällt es uns ebenfalls. Wir gucken vom Balkon direkt auf die Beete“, freut sich ihr Mann. „Die Landschaftsgestalter setzen alles daran, die Außenanlagen schnellstmöglich fertigzustellen, damit die Mieter schon bald vor ihren Häusern im Grünen verweilen können“, erklärt Michael Jakobs.

WIS-Mieterbetreuerin Katja Reimann überreicht derweil Ingeborg Halka Schlüssel und Mieterordner. Dazu erklärt sie alles Wichtige: Die Tür-Chips für Eingänge, Müllplatz und Fahrradhäuschen. Den Stauraum im Keller. Gleichzeitig überprüft die Mitarbeiterin der Wohnungsbaugesellschaft, ob alles in der Wohnung funktioniert: Die Fenster lassen sich in beiden Stellungen öffnen, das Wasser in der Dusche läuft. Jetzt werden die Zählerstände notiert. Kaum ist alles besprochen, klingelt auch schon der Mann vom Möbelservice zwecks Absprache für den Kücheneinbau an der Tür. Auf Katja Reimann und WIS-Auszubildende Jasmin Bihn, die begleitend und lernend mit vor Ort ist, warten indes die nächsten Mieter. 

Nahezu alle Wohnungen sind von Anfang an vermietet. „Einige 1-Raum-Wohnungen sind noch frei“, weiß Manuela Lehmann. Gemeinsam mit ihren Kollegen hat sie die Mieter von der ersten Interessensbekundung bis zum heutigen Tag begleitet. „In den letzten Wochen konnten die meisten es kaum noch abwarten, endlich einziehen zu können“, erzählt sie. 

Frank Laube lobt das Preis-Leistungs-Verhältnis für das Gesamtpaket Wohnen und Service. An der Ostsee lebend, ist er andere Preise gewöhnt. „Nun ist meine Mutter auch nicht mehr so alleine, denn hier wohnen ja viele Ältere. Mit dem Gemeinschaftsraum haben sie einen Platz, um zusammenzukommen.“ Vielleicht kann Renate Laube dort ja auch auf ihren 90. Geburtstag anstoßen, den sie gleich in den ersten Tagen in ihrem neuen Zuhause begeht. „Eine Feier lässt sich derzeit ja leider nicht planen. Aber jetzt konzentriere ich mich erstmal auf den Umzug“, erklärt die rüstige Seniorin und schwenkt den Blick über die Briefkastenanlage. Just hat sie den Namen einer ehemaligen Kollegin entdeckt und freut sich auf ein baldiges Wiedersehen. Das sind eben die Vorzüge einer Kleinstadt.

Hintergrund:
Das Wohnensemble „Wohnen an den Gärten“ umfasst 58 neue Wohnungen, vorwiegend 2- und 3-Raum mit einer Fläche von 35 bis 72 Quadratmetern, dazu einige 1- und 4-Raum-Wohnungen. Alle fünf Aufgänge haben jeweils einen Aufzug, so dass alle Wohnungen barrierefrei erreichbar sind. Die Aufzüge führen bis in die Keller. Die Wohnungen selbst sind ebenfalls stufen- und schwellenfrei, mit Dusche. Es gibt einen zentralen Eingangsbereich, der durch eine Hausdame besetzt ist. Sie ist erste Ansprechpartnerin für nahezu alle Anliegen. In einem Gemeinschaftsraum können die Mieter zusammenkommen, wenn sie es möchten. Eine Tagespflege ist in dem Ensemble ebenfalls integriert. Partner ist der AWO Regionalver-band Brandenburg Süd e. V.

Die WIS hat in das Projekt 7,6 Millionen Euro investiert. Der durchschnittliche Mietzins beträgt 6 Euro/m². Die Leistungen der Hausdame werden mit einer Servicepauschale der AWO abgedeckt. „Wohnen an Gärten“ ist das dritte ‚Wohnen mit Service-Angebot‘ der WIS. 2006 eröffnete die WIS das Spreewaldhaus in der Straße des Friedens und 2015 das „gepflegt Wohnen“ in der Straße der Freundschaft.