Kreativ durch die Hitze

WIS unterstützt Projektwoche des Paul-Fahlisch-Gymnasiums

Schüler beim Kerzen gießen in der Kreativwerkstatt, im Rahmen der Projektwoche

Kevin, Antonia und Lysann beim Kerzen gießen

Optisch lässig, aber sehr fleißig sitzen 22 Schüler des Paul-Fahlisch-Gymnasiums im Gleis 3 an großen Tischen in drei verschiedenen Räumen. Im Rahmen ihrer Projektwoche haben sie sich für die „Kreativwerkstatt“ entschieden. Dort sammeln sie Erfahrungen im Nähen, Töpfern und Kerzen gießen. 

Anne, Angelia, Julia, Pia und Gina vernähen gerade die Innenseiten ihrer Kulturtäschchen. Fachliche Anleitung und die passenden Stoffmotive gibt es von der Lübbenauer Designerin Sarah Gwiszcz. „An den kommenden zwei Tagen gestalten wir T-Shirts“, informiert die Modemacherin. Dann widmen sich die fünf Mädchen den Materialien Ton beziehungsweise Wachs. „Jeder Schüler hat sich für zwei der drei Bereiche innerhalb der Kreativwerkstatt entschieden“, erklärt Frank Zelder. Der Sportlehrer des Gymnasiums hat in Absprache mit seinen Kolleginnen die „Kreativwerkstatt“ als eines von mehr als 30 angebotenen Themenfelder für die Projektwoche der Schülerinnen und Schüler organisiert.

„Wir sind der Lübbenaubrücke sehr dankbar, die Räumlichkeiten mit der Ausstattung nutzen zu dürfen, sonst könnten wir das Projekt so nicht durchführen“, bekennt Frank Zelder. „Ein Dank gilt auch der WIS für die finanzielle Unterstützung“, ergänzt er. Davon wurden Stoffe, Ton, Wachs und anderes Zubehör gekauft. Die Schüler sorgen jedoch auch selbst für Einnahmen. „Sie verkaufen die Kerzen, schön verpackt mit Blüten und den angefertigten Ton-Anhängern beim Tag der offenen Tür“, informiert Waltraut Koluschek, ehemalige Lehrerin des Gymnasiums. Das Schulfest findet am Samstag, 15. Juni von 9 bis 12 Uhr auf dem Gelände des Paul-Fahlisch-Gymnasiums in der Straße des Friedens statt.

Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Louise, Adriano und Paula glasieren gerade kleine, mit Moti-ven versehene Anhänger aus Ton. „Für mich selbst habe ich eine Libelle, einen Baum sowie eine Blüte gewählt“, verrät die 13-jährige Paula. Sie sei auch zu Hause sehr kreativ und freue sich über die Projektwoche. Sichtlich Spaß hat auch der 17-jährige Kevin. Neben seinen projektbezogenen Tätigkeiten erledigt er freiwillig kleine organisatorische Aufgaben. Nebenbei bringt er Mitschüler und Lehrer in seiner lustigen Art zum Schmunzeln. „Kevin unterhält uns“, lacht die 15-jährige Ly-sann. Moderator oder Entertainer will der angehende Abiturient dennoch nicht werden. „Ich möchte mich für ein Duales Studium der Wirtschaftsinformatik bewerben“, verrät er. Und schon steht er neben Lysann und Antonia, die heißes Wachs in Blüten-Formen füllen.

In den Projektgruppen sind Schüler der 8. bis 11. Klassen aktiv. „Altersgrenzen spielen hier keine Rolle; ganz im Gegenteil, hier finden sich sogar neue Gruppen zusammen“, freut sich Biologie-Lehrerin Gesine Böhmer, die ebenfalls die Kreativwerkstatt betreut. Ihre Kollegin Julia Drews ergänzt weitere positive Aspekte der Projektwoche: „Die Schüler sind offener. Sie trauen sich mehr zu, sie entfalten sich. Und wir Lehrer lernen sie einmal von einer anderen Seite kennen.“ Das bestätigt auch Kevin: „Es ist wirklich eine schöne Atmosphäre hier. Die Lehrer lassen uns Freiraum und wir können unsere kreative Ader ausleben.“ Welche Ergebnisse diese hervorgebracht hat, präsentieren die Schüler stolz bei ihrem Schulfest. „Wir tragen gern dazu bei die Schüler in ihrer Entwicklung zu fördern“, bekräftigt Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald. „Jedes Jahr spenden wir für Lübbenauer und Altdöberner Kinder und Jugendliche und sind uns sicher, dass diese Mittel sehr gut angelegt sind.“