Neuer Werbefilm für Lübbenau/Spreewald

AG Stadtmarketing initiiert Dreh eines Imagefilmes ab Mai

Wenn ab Mai Schauspieler und Kameras in Lübbenau/Spreewald zu sehen sind, wird hier mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr der neue Spreewaldkrimi gedreht, sondern ein Werbefilm für die Spreewaldstadt. Dieser soll zeigen, wie lebens- und liebenswert Lübbenau ist – sowohl als Wohnstandort als auch als touristisches Reiseziel. Impuls dafür kam aus der AG Stadtmarketing „Wir für Lübbenau“ – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des vorherrschenden Fachkräftemangels, u.a. im Gastgewerbe sowie im medizinischen Bereich. 

„Im Imagefilm soll deutlich werden, wie nah Leben und Urlaub hier in Lübbenau verzahnt sind und welche Vorteile es hat, an einem Ort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen“, erklärt Marketing-Experte Steven Schwerdtner, der das Film-Projekt begleitet. Um bei den Zuschauern einen einprägsamen Eindruck zu hinterlassen, soll der Film qualitativ sehr ansprechend werden. Die Filmdreh-Leistung wurde ausgeschrieben. Das Berliner Unternehmen Jakobs Medien GmbH hat ein umfassendes Angebot abgegeben und den Zuschlag erhalten. Es wird demnach die Produktion durchführen. Finanziert wird der Werbefilm von der Stadt Lübbenau/Spreewald, der WIS Woh-nungsbaugesellschaft sowie der Gemeinschaftlichen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG). 

Durch alle Jahreszeiten hinweg will der Film die Zuschauer mitnehmen und zeigen, dass „Berufs- und Privatleben in einer Kleinstadt im Spreewald entschleunigter sind, als in einer Großstadt“, formuliert Hartmut Klauschk von der Stadt. Dass die Einwohner hier ebenso eine gute Infrastruktur vorfinden, daran arbeitet die Stadt seit Jahren. Kitas, Schulen, Kultur – alles ist vorhanden. Die Wohnungsunternehmen sorgen für den passenden Wohnraum. Auch die AG Stadtmarketing agiert mit Weitblick, um permanent Neuerungen zu schaffen. Nur so lasse sich das selbst ernannte Credo „Top of Spreewald“ erfüllen. 

Diskutiert wurde in der jüngsten Runde zum Thema Mobilität, mit dem Ziel die Qualität in auslas-tungsstarken Zeiten zu sichern. „In Hamburg gibt es Elektro-Sammeltaxis, die sehr flexibel per App abrufbar sind“, bringt Willi Löben vom Campingplatz „Am Schlosspark“ ein. „Das könnte vielleicht auch eine Gästetransport-Möglichkeit für Lübbenauer Leistungsträger sein. Sie könnten dabei kooperieren.“ Zur nächsten Sitzung wolle er Kosten und Umsetzbarkeit recherchieren. Auch die Ein-wohner würden von flexiblen Fortbewegungsalternativen zwischen Neu- und Altstadt profitieren. Parallel weiterverfolgen wolle man die Themen Mollybahn und Kahn-OneWay-Fahrt nach Lehde. „Mit allen Analyse-Unterlagen auf dem Tisch können wir abwägen, in welche Richtung es weiter geht“, so Dr. Jürgen Othmer vom Projektbüro der Lübbenaubrücke. „Das Mobilitätsverhalten der Menschen hat sich in den letzten Jahren sehr verändert“, bestätigt auch Professor Felix Herle von der HS Bremen. Er moderiert die Stadtmarketing-AG seit vielen Jahren. „Die Touristen wollen sich vor Ort flexibel bewegen, mal eine Strecke mit dem Kahn fahren, um die Rücktour dann zu laufen.“ Dass bei den Überlegungen Klimaschutz und Erhalt des Spreewaldes an oberster Stelle stehen, darin sind sich alle einig.