Wohnen an der Alten Brauerei

WIS öffnete Wohnprojekt für Besucher

Bei einem Tag der offenen Tür, zeigte die WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH Besuchern das nahezu fertiggestellte Senioren-Wohnprojekt „Alte Brauerei“ in Altdöbern. Rund 130 Gäste nahmen die 3G-Auflagen in Kauf, um sich im sanierten Altbau und im direkt angrenzenden Neubau umzusehen. Unter den ersten Gästen waren Monika Krähe und Erika Böhme aus dem Oberspreewald-Lausitz-Kreis. „Ich fahre hier regelmäßig vorbei und konnte die Entwicklung verfolgen“, erzählt Erika Böhme. Ihre aktuelle Wohnung befinde sich im fünften Stock und „im Hinblick auf das Alter, überlege ich nochmal umzuziehen.“ Ähnlich denkt ihre Bekannte, deren Haus ihr mittlerweile „zu groß geworden ist“. Beide haben sogleich einen Besichtigungstermin vereinbart, um bestenfalls in noch freistehende Wohnungen einzuziehen. 

Ihren Mietvertrag schon unterschrieben hat Gerda Hegewald. Gemeinsam mit ihrem Sohn hat sie sich in ihrer neuen Wohnung umgeschaut. Die Wände sind bereits in ihren Wunschfarben gestrichen und den Ausblick in drei Richtungen finde sie optimal, schließlich „will ich mitbekommen, was draußen los ist“, erklärt die Seniorin. Sie habe zwar bereits eine schöne Wohnung bei der WIS, „aber die zentrale Lage hier und der Aufzug sind ein deutlicher Vorteil“, ergänzt sie, während ihre Begleitung im Badezimmer Maß nimmt, um die Möbel zu planen. Von Mieterbetreuer Peter Böhlke erfahren sie weitere Details: „Alle Wohnungen haben Fußbodenheizungen, die für eine angenehme Wärme sorgen und zudem sparsam im Verbrauch sind.“ Die Eingangstüren und das Fahrradhäuschen sind per Chip zu öffnen. „Das ist für unsere älteren Mieter sehr angenehm, vor allem im Winter, wenn die Finger kalt sind“, beurteilt WIS-Geschäftsführer Michael Jakobs.

Zu Beginn des Besichtigungstages begrüßte er einige geladene Gäste, darunter Aufsichts-ratsmitglieder der WIS, Gemeindevertreter aus Altdöbern, am Bau beteiligte Planer sowie Altdöberns Amtsdirektor und Bürgermeister. „Obwohl auch Gründe gegen diese Baumaßnahme gesprochen hätten, beispielsweise die gestiegenen Baukosten bzw. unser Leerstand hier in Altdöbern, war es doch die richtige Entscheidung zu bauen“, bekräftigte der WIS-Chef bei seiner Rede. Die Sanierung des Altbaus aus dem Jahre 1910 sowie die Lückenschließung durch den Neubau tragen in Verbindung mit dem Café Schauwerk zu einem ansehnlichen Gesamtbild am Markt bei. „Wir möchten mit unserem Engagement ein wichtiges Signal senden und andere Investoren animieren es uns gleichzutun.“ Im Sinne eines lebendigen Ortes für Einwohner und Besucher erhoffe sich die WIS eine stetige Weiterentwicklung. 

Dem kann Frank Neubert, Amtsdirektor von Altdöbern nur zustimmen. „Ich konnte die Baumaßnahmen vom Balkon aus mitverfolgen. Es ist gewaltig, was in den letzten drei Jahren hier am Markt entstanden ist. Und es geht noch weiter, mit Arbeiten am Kavaliershaus, mit der Verlegung der Bushaltestelle und mit einem Zebrastreifen, um die Durchfahrtsstraße sicher überqueren zu können.“ Bürgermeister Peter Winzer bedankte sich im Namen der Gemeindevertretung und der zukünftigen Mieter, dass nun auch Altdöbern über Wohnungen mit Aufzug verfüge. Mehr als die Hälfte der bisherigen Neumieter kämen von außerhalb. 

Wie auch Besucher des Tags der offenen Tür. Karin und Peter Klink zeigten sich begeistert von „den großzügigen Wohnungen, deren Raumgestaltungen, dem Lichteinfall sowie der geplanten Sitzecke im Grünen. Hier wurde an alles gedacht. Und einen Aufzug hat man auch gerne, wenn man noch gut zu Fuß ist.“ Einen festen Ansprechpartner in der Nähe zu wissen fänden sie als Mieter sehr angenehm.

„3,9 Millionen Euro haben wir mit Stand Dezember in die beiden Objekte investiert“, verrät Michael Jakobs. Energieeffizientes Bauen war der WIS wichtig. Die beiden Häuser mit den insgesamt 17 Wohnungen wurden modern ausgestattet: „Neben Aufzügen, Fußbodenheizungen, Chip-Schließsysteme an den Haustüren wurden auch Videogegensprechanlagen, Balkone an- und Jalousien eingebaut, E-Ladesteckdosen für Elektroräder bzw. -rollatoren installiert sowie Vorrichtungen für Glasfaseranschlüsse vorgesehen. In den Bädern sind in den Duschen extra Haltegriffe befestigt worden. Darüber hinaus sind Verstärkungen eingebaut, um wenn gewünscht, auch neben dem WC Griffe anbringen zu können.“ Mit neun Wohneinheiten ist im Neubau eine Gesamtwohnfläche von 635,55 Quadratmetern entstanden. Im Altbau beträgt jene 453,70 Quadratmeter mit acht Wohneinheiten und einer Gewerbeeinheit. Letztere nutze der AWO Regionalverband Brandenburg Süd e. V. demnächst für eine Sozialstation, wie AWO-Case-Managerin Andrea Richter vor Ort berichtet.

Einen gewissen Charme hat das neue Wohnprojekt der WIS bereits durch seine exponierte Lage gegenüber der Kirche und dem Schlosspark von Altdöbern. Darüber hinaus hat der Altbau am Standort der einstigen Schlossbrauerei historischen Charakter. „Bei archäologischen Grabungsarbeiten zu Beginn der Baumaßnahmen im Juni 2020 wurden entsprechende Mauerreste, Tonscherben und Flaschen gefunden“, berichtet der WIS-Chef. Der besondere Charakter des Altbaus ist im Haus wiederzufinden: Fliesen mit Ornamenten zieren die Flure, unter dem Treppenauge im Erdgeschoss blieb eine Mauer aus Feldsteinen als Schmuckelement erhalten. Die Fassadengestaltung – mit dem Denkmalschutz abgestimmt – ist modern, nimmt aber auch historische Elemente, z.B. den Bossenputz auf. Der direkt angrenzende Neubau fällt durch eine imposante Glasfassade auf. Diese werde noch mit einem Lochblech mit Motiv vom Schloss Altdöbern geschmückt und durch LED-Beleuchtung farblich in Szene gesetzt. Im Januar werden die ersten Mieter ihr neues Zuhause beziehen. Die komplette Baufertigstellung inklusive Außenanlagen ist für April 2022 geplant.

Besucher und zukünftige Mieter sind gleichermaßen begeistert von dem neuen Wohnangebot in Altdöbern. „Wir konnten einmal mehr die Vorzüge Altdöberns herausstellen und freuen uns auf weitere Projekte – vor allem mit den engagierten Menschen hier vor Ort“, zeigt sich Michael Jakobs zufrieden. Nähere Informationen zum neuen Wohnprojekt „Alte Brauerei“ in Altdöbern gibt es telefonisch unter 03542 898189 oder per E-Mail an vermietung@wis-spreewald.de.