Komfortabel wohnen mit Service
WIS-Mieter feiern 20 Jahre Spreewaldhaus in Lübbenau
13.5.2026
„Wir haben es nicht eine Minute bereut, hier ins Spreewaldhaus gezogen zu sein“, betont Johanna Exner. Sie und ihr Mann gehörten zu den ersten Mietern, die im Mai 2006 im neu sanierten ehemaligen Hochhaus I am Roten Platz ein neues Zuhause gefunden haben. Gemeinsam mit ihren Nachbarn ist die mittlerweile verwitwete Seniorin der Einladung ihres Vermieters zum 20-jährigen Jubiläumsfest dieses besonderen Wohnhauses gefolgt. „Eigentlich sollte das Haus abgerissen werden. Die Genehmigung lag bereits vor“, erinnert sich Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH. Der Stadtumbau in Lüb-benau/Spreewald war seit Ende der 1990er Jahre im Gange. „Im Zuge dessen hatten wir in der Robert-Koch-Straße Aufzüge an die ersten Wohnhäuser angebaut, was sehr gut ankam.“ So wurden die Pläne für das Hochhaus neu überdacht. Als Wahrzeichen Lübbenaus ist jenes sehr markant. „Für eine Kleinstadt ist es schon etwas Besonderes so ein Hochhaus zu haben.“ Die Verantwortlichen entschieden sich für eine Sanierung, wollten jedoch keine typische Hochhaus-Anonymität für die Mieter.
Große Apartments mit Aufzug und Service im ehemaligen Hochhaus I
Aus den einst 115 Ein-Raum-Apartments mit einer Wohnfläche von je 23 Quadratmetern hat die WIS 44 Wohnungen mit großzügigen Loggien geschaffen. Sie bieten den Mietern viel Platz – sowohl die Ein-Raum-Apartments mit 47 Quadratmetern als auch die Zwei-Raum-Apartments mit ihren 70 Quadratmetern. Im Spreewaldhaus – der Name entstand durch die Nähe des Wohnhauses zum Spreewald – gibt es sogar zwei Maisonettewohnungen. Familie Schwörig bewohnt eine von beiden. Seit 1962 lebt das Paar in Lübbenau – kam aus Sachsen, um im ehemaligen VEB Braunkohlenwerk „Jugend“ (BKW) zu arbeiten. Das Einfamilienhaus, das sie dann in Lübbenau bewohnten, „wurde einfach irgendwann zu viel, mit dem Garten und so“, erzählt Hannelore Schwörig. Ins Spreewaldhaus zu ziehen war die Idee ihres Man-nes. Das Besondere neben den großzügigen Wohnungen, dem Aufzug und der Dachterrasse in dem 12-Geschosser ist der Concierge-Service – ähnlich wie in einem Hotel. Zwei Mitarbeiterinnen sind als Ansprechpartner vor Ort für die Bewohner da. Im Gemeinschaftsraum können jene zusammenkommen, um einfach mal einen Kaffee zu trinken und ein bisschen zu plaudern. Zudem werden übers Jahr viele Feste, Spielerunden und Ausflüge organisiert. „So können sich die Bewohner begegnen und ihr Leben genießen.“
Seit 2014 lebt das Ehepaar Schwörig im Spreewaldhaus. „Wir haben so viel Platz in der Wohnung. Und was hier alles gemacht wird, finden wir toll – das Karten spielen, die Feiern, Kutschfahrten und so weiter.“ Das schätzt auch Johanna Exner. „Das Gute ist, dass ich hier nun auch ohne meinen Mann nicht allein bin und Unterhaltung habe. Ich nutze das gern. Und ich möchte jetzt mal allen WIS-Mitarbeitern ein ausdrückliches Lob aussprechen und danke sagen für alles, was sie hier für uns tun – sowohl der Concierge, als auch Hausmeister und Mieterbetreuerin und Frau Broschinski als Seniorenbeauftragte. Wir haben damals alles richtig gemacht, hier eingezogen zu sein.“ Ihr Mann war auf den Rollstuhl angewiesen – dank Aufzug und Größe der Wohnung sowie der Hilfe durch die Conciergedamen war der Alltag für das Ehepaar gut zu meistern.
Die Vision des WIS-Teams, die Gemeinschaft in dem Hochhaus zu fördern, ist Wirklichkeit geworden. „Und es ist jemand da, wenn Unterstützung gebraucht wird, zum Beispiel, wenn wir Fragen zum Computer haben. Die Concierge-Frauen nehmen Pakete an und gießen unsere Blumen, wenn wir mal unterwegs sind“, ist auch Monika Lungkwitz froh über den Service. Ihr Mann freue sich mit den Nachbarn regelmäßig Skat zu spielen. Beide wohnen seit 16 Jahren im Spreewaldhaus.
Im Spreewaldhaus ist niemand allein
Erst letzten August hinzugezogen ist Hildegard Lubig. „Mein Umzug war gefühlt nur 20 Meter weit. Aber ich bin sehr froh, nun einen Aufzug zu haben“, erzählt die 84-Jährige. Durch Be-wegung und kreative Arbeit hält sie sich fit. „Beim AWO Frauenverein habe ich eine Sport-gruppe geleitet und nun habe ich auch bei der Sportstunde im Spreewaldhaus schon mal die Übungen vorgezeigt.“ Immer montags vormittags treffen sich die Bewohner, um sich gemeinsam zu bewegen. Trainiert werde im Sitzen, damit jeder mitmachen kann. So funktioniert sogar die bekannte Bewegungsabfolge zum Gute-Laune-Song, welcher im Winter überall zu hören war, im Sitzen. Den Vorschlag dafür brachte Jutta Burkhardt ein. Sie kam 2021 aus Wiesbaden in den Spreewald und zog ebenfalls ins Spreewaldhaus. „Mein Sohn wohnt in Berlin und hat mich hierher nach Lübbenau geholt. Die Entfernung zwischen der Hauptstadt und Hessen war einfach zu groß – falls mit mir mal etwas ist. Eine Stunde bis Berlin ist annehmbar“, erzählt die 68-Jährige, die sich selbst als „Ratschel“ bezeichnet. „Ich bin eben sehr kommunikativ und offen – zu jedem“, schmunzelt sie. So hat sie sich in Lübbenau auch schon gut vernetzt, verkauft Gurken am Großen Spreewaldhafen. „Damit mir nicht langweilig wird, im Rentnerleben“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. „Ich würde auch Hunde ausführen, wenn jemand Bedarf hat“, fügt sie ernstgemeint hinzu.
Im Spreewaldhaus steht keine Wohnung leer. Das Konzept ging auf. 2009 wurde das Spreewaldhaus mit dem Deutschen Bauherrenpreis in der Kategorie Modernisierung ausgezeichnet. Darauf sei man bei der WIS sehr stolz. Am meisten freut sich das WIS-Team jedoch über die glücklichen Mieter, die hier zumeist ihren Seniorenalltag genießen. „Jeder hat die Wahl, wer alleine bleiben will, bleibt für sich in seiner Wohnung und wer Gesellschaft will, findet sie hier“, bringt es Hannelore Schwörig auf den Punkt. Und so zieht aus dem Spreewaldhaus meist keiner mehr freiwillig aus.
Anmerkung: Im obigen Text wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Sämtliche geschlechtsspezifischen Bezeichnungen beziehen sich jedoch immer gleichermaßen auf alle Geschlechter.
