Löschangriff und Gruppenstafette
WIS überreicht Spendenscheck an Jugendfeuerwehr Vetschau
23.9.2026
„Mir ist es wichtig, die Kinder fit zu halten und Kondition aufzubauen“, sagt Wilhelm Weidlich. Seit Januar ist der 29-Jährige der neue Vetschauer Jugendfeuerwehrwart. Zuvor hat er auch schon das Fitnesstraining mit den jungen Leuten in der Jugendfeuerwehr gemacht. Durch Unterstützung der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH kann dafür jetzt neues Equipment angeschafft werden. Der Wohnungsvermieter, der neben Lübbenau und Altdöbern auch in Vetschau tätig ist, spendete 410 Euro an die Jugendfeuerwehr Vetschau und Missen. „Jedes Jahr geben wir den Großteil der Standgebühren unserer Flohmärkte in Altdöbern und Vetschau für den guten Zweck weiter. Wir möchten vor allem die Kinder- und Jugendarbeit fördern“, so Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS. Gerade die Freiwillige Feuerwehr brauche Mitglieder, um Menschen in den ländlichen Ortschaften im Notfall schnellstmöglich helfen zu können. Wer als Kind einsteigt, bleibe oft dabei. Auch beim Flohmarkt in Vetschau Anfang Juni waren Kinder und erwachsende Kameraden aus Vetschau und Missen anwesend. Sie zeigten den Besuchern das Tanklöschfahrzeug. Mit einer Kübelspritze konnte ein Übungshaus gelöscht werden.
Jugendfeuerwehr vermittelt spielerisch Einsatzszenarien
Dargestellte Brände und Gefahrensituationen lernen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in ihren Diensten und in Zeltlagern kennen. „Ich erinnere mich an eine Rettungsübung in einem Haus voller Rauch und an simulierte Einsätze. Das ist sehr spannend“, erzählt der 14-jährige Alexander. Er ist schon seit acht Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Vetschau dabei. Über die Zeit hat er dort auch neue Freunde gewonnen. „Wir haben schon viele Wettkämpfe zusammen bestritten, es macht einfach Spaß.“ Ihren ersten Wettkampf haben im Juli die unter 9-Jährigen in Vetschau absolviert. Mit dabei waren unter anderem Emily, Collin und Emma. Beim Löschangriff und in der Gruppenstafette haben sie alles gegeben. „Ich habe den großen Schlauch angekuppelt“, berichtet Emily. „Und ich den kleinen und das Strahlrohr“, ergänzt Emma. Collin hat schließlich mit letzterem gespritzt. „Aber am besten fand ich die Bratwurst“, so eines der Mädchen freudig.
In sechster Generation bei der Freiwilligen Feuerwehr
„Es war eine aufregende und neue Erfahrung für die Kinder“, weiß Wilhelm Weidlich. Er erinnert sich an seine ersten Eindrücke bei der Jugendfeuerwehr. „Ich habe so mit 12 oder 13 Jahren angefangen.“ An seiner Seite ist heute Sohn Matheo. Mit drei Jahren braucht er noch ein bisschen, ehe er beim Dienst mitmachen kann. „Wenn er dann beginnt, ist er die sechste Generation in unserer Familie in der Freiwilligen Feuerwehr“, verrät Wilhelm Weidlich stolz. Bereits der Ururopa war Mitglied und fortan die weiteren Männer der Familie. Nach der Jugendfeuerwehr ist auch Wilhelm Weidlich mit 18 Jahren in die Einsatzabteilung gewechselt. Die jungen Leute möglichst in diese Richtung zu bringen, liegt auch ihm am Herzen. Doch im Vordergrund steht die Freude am Feuerwehr-Hobby für die Kinder.
Kinder ab sechs Jahren willkommen in der Feuerwehr
Aktuell kommen neun Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren montags zum Dienst nach Vetschau. Weitere Kinder haben schon Interesse bekundet. „Die Freiwillige Feuerwehr zählt auch zum Ganztagsangebot des Schulzentrums Dr. Albert Schweitzer. Wer möchte kann zum nächsten Training, am Montag um 16.30 Uhr in die Solarturnhalle am Schulzentrum vorbeikommen“, verrät Stadtjugendfeuerwehrwartin Nadine Lewandowski. Gemeinsam mit Ortswehrführer Ringo Born bedankte sie sich für die Unterstützung der WIS. „Wir arbeiten immer wieder gern mit Ihnen zusammen und freuen uns auf den nächsten Flohmarkt in Vetschau.“
Anmerkung: Im obigen Text wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Sämtliche geschlechtsspezifischen Bezeichnungen beziehen sich jedoch immer gleichermaßen auf alle Geschlechter.
